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Tipp

Filme über Architektur und Stadtentwicklung in Frankfurt - ein Buchtipp

Operation StadtbahnSeit letzten Jahr hat Frankfurt eine neue Attraktion: Eine Altstadt, die jünger als die darunter liegenden U-Bahn ist. Das Filmkollektiv Frankfurt hatte die Eröffnung der Retro-Altstadt und dem 50. Jahrestag der U-Bahneröffnung zum Anlass für eine große Filmreihe mit Filmen zur Stadtentwicklung Frankfurts genommen. Da Felix Fischl, der für diese Reihe verantwortlich war, sowieso am Recherchieren und auf der Suche nach Referenten war, entstand gleich noch ein Buch zur Filmreihe – das auch ohne die Filme gesehen zu haben sehr lesenswert ist.

Der Titel des Werks „Wandelbares Frankfurt“ sagt schon aus, was den Reiz von Dokumentar- und Experimentalfilmen ausmacht, die das Frankfurter Stadtbild zum Thema haben. Wohl kaum eine andere Großstadt verändert sich so schnell. Schon vor dem zweiten Weltkrieg begann man Schneisen in die Altstadt zu schlagen um die Verkehrsverhältnisse zu verbessern. Die engen Gassen galten als Hort von Krankheiten und Armut. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs, die in einem Filmprogramm eindrucksvoll anhand von kurz nach Bombenangriffen entstandenen Aufnahmen gezeigt wurden, machten den Weg frei für den Aufbau einer nach den damaligen Gesichtspunkten modernen und autogerechten Stadt. Doch die Geister, die man damit rief wurde Frankfurt nicht mehr los. Die Einwohnerzahl stieg rasant und überproportional dazu die Zahl der Autos. Waren im Jahr 1956 rund 50.000 Pkw in Frankfurt zugelassen, hatte sich die Zahl zehn Jahre später bereits verdreifacht. Um oben Platz für die Autos zu schaffen, musste die Straßenbahn unter die Erde. Ein Projekt, dass sich fast zu einer richtigen U-Bahn entwickelte. Vieles was in den 50er und 60er Jahren gebaut wurde, ist schon längst wieder Geschichte. Selbst Bauten der 70er Jahre, wie der AfE-Turm an der Senckenberganlage, das Technische Rathaus oder der 1972 eröffnete Neubau des Historischen Museums sind inzwischen wieder gefallen.
In zwölf Aufsätzen beschäftigen sich Historiker und Filmwissenschaftler mit der filmischen Sichtweise auf die Stadt und legen dabei denn Fokus auf Themen wie die großen Bauprojekte der 20er Jahren, die Altstadt, die Darstellung des Wiederaufbaus, die großen Bauprojekte der 60er Jahre – nämlich den Bau der Nordweststadt und ihre Anbindung an die Innenstadt mit der U-Bahn. Häuserkampf und Hochhäuser sind weitere Themen der Aufsätze. Auch wenn viele der genannten Filme nicht so leicht zu sehen sind, geben viele aus den Filmen eingescannte Standbilder einen ersten Eindruck von den Filmen. Der zweite Teil des Buches besteht aus einer kommentierten Filmographie, die Dokumentar- und Experimentalfilme enthält die von 1896 bis 2018 über Frankfurt entstanden sind. Wo bei der Recherche Quellen für diese Filme, wie Archive oder auch Streamingmöglichkeiten im Internet bekannt wurden, sind diese beim jeweiligen Film genannt. Etwas schade dabei ist, dass für das Fernsehen entstandene Dokumentationen ausgespart wurden. Aber dadurch wäre der Umfang vielleicht ins unermessliche gewachsen. Ein Personen- und Ortsregister runden das 336 Seiten starke Werk „Wandelbares Frankfurt“ , herausgegeben von Felix Fischl ab und erschienen im Selbstverlag des Filmkollektivs. Ein lohnendes Werk für alle die vom Wandel der Stadt fasziniert sind.

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Diese WocheWoche für Woche beleuchtet XINEMASCOPE die Frankfurter Kinoszene: Wir berichten über die neuesten Kinofilme, von den kleinen Juwelen des Independent-Kinos bis zu den Blockbustern aus Hollywood. Außerdem werfen wir jede Woche einen Blick in die Frankfurter Programmkinos und versorgen Euch mit den neuesten Nachrichten aus dem Filmgeschäft.>>

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In unregelmäßigen Abständen nehmen wir in XINEMASCOPE-Spezial eine ganze Stunde lang besondere Themen der Kinokultur genauer unter die Lupe.

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Das Kinojahr 2017 ist zu Ende. Wir haben eine Liste unserer Lieblingsfilme aufgestellt. Einige dieser Filme werden Anfang des Jahres in Programmen mit den Kinohighlights im Filmmuseum und in Frankfurter Programmkinos gezeigt. Unsere Liste findet ihr hier.

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Die 66. Internationalen Filmfestspiele Berlin sind vorbei. Welche Filme unser Berlinale-Reporter Tullio Richter gesehen hat und welche Eindrücke er gesammelt hat, könnt ihr aber weiterhin in seinem Xinemascope-Berlinale Blog lesen.